„Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen“, so beschrieb es bereits vor 2000 Jahren der römische Historiker Publius Cornelius Tacitus. Auch heute ist es in der Immobilienwirtschaft kaum anders, denn die Vielzahl an Gesetzen und Verordnungen stellt Immobilienmakler vor eine ständige Herausforderung. Für Makler, die erfolgreich in der Vermarktung und Vermittlung tätig sind, ist es daher von entscheidender Bedeutung, die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen zu kennen. Hier erhalten Sie einen Überblick über die relevanten Vorschriften im Immobiliengeschäft.
Warum Rechtssicherheit wichtig ist
Ein erfolgreiches Immobiliengeschäft basiert auf klarer rechtlicher Grundlage. Zahlreiche staatliche und länderspezifische Vorschriften, wie etwa das Beurkundungsgesetz (BeurkG) oder die Grundbuchverordnung (GBO), müssen eingehalten werden. Den Überblick zu bewahren, ist oft herausfordernd – umso wichtiger ist es, dass Makler, Verwalter und Eigentümer stets auf dem aktuellen Stand sind und die für ihre Arbeit relevanten Gesetze und Vorschriften kennen.
Wichtige gesetzliche Vorschriften für die Immobilienwirtschaft
Immobilienmakler sollten fundierte Kenntnisse über verschiedene rechtliche Bereiche mitbringen, um Eigentümer und Interessenten optimal zu unterstützen. Zu den wesentlichen Rechtsgrundlagen zählen unter anderem:
- Immobilienkaufvertragsrecht (§ 311 BGB)
- Mietrecht
- Maklerrecht (§§ 652 ff BGB)
- Immobilienbewertungsverordnung
- Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Zusätzlich sollten Makler mit der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSimiMaV), die seit Oktober 2022 in Kraft ist, vertraut sein. Auch wenn diese Verordnung nicht in jedem Fall relevant ist, kann sie bei bestimmten Beratungssituationen hilfreich sein.
Weitere relevante Verordnungen und Richtlinien
Folgende Regelungen sind ebenfalls von Bedeutung:
- EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Diese Richtlinie legt fest, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen und schützt die Rechte der Betroffenen.
- Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV): Diese Verordnung regelt die Pflichten von Immobilienmaklern, Bauträgern und Darlehensvermittlern und legt Standards für die ordnungsgemäße Verwaltung und Vermittlung fest.
- Maklerrecht (§ 652 ff BGB): Hier werden die Bedingungen für den Anspruch auf eine Maklerprovision geregelt.
- Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermittG): Dieses Gesetz regelt die Provision bei der Vermittlung von Wohnraum.
Gesetze gezielt anwenden – je nach Fall
Welche Gesetze und Verordnungen für ein Immobiliengeschäft relevant sind, variiert je nach Situation. Ein kompetenter Makler berät seine Klienten daher stets auf Grundlage seines Fachwissens und bietet Unterstützung in allen Phasen des Verkaufs, der Vermietung oder der Suche nach einer neuen Immobilie. Ein lokaler Experte kann durch seine Marktkenntnisse einen entscheidenden Vorteil bieten.
Möchten Sie Ihre Immobilie verkaufen oder ein neues Zuhause finden? Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie auf Ihrem Weg. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!
Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Alle Geschlechter sind selbstverständlich mitgemeint. Rechtlicher Hinweis: Dieser Text stellt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung dar. Bitte wenden Sie sich für konkrete Fragen an einen Rechtsanwalt oder Steuerberater.


