Brauner Schimmel auf Stein

Schimmelbefall in der Wohnung und Präventionsmaßnahmen

Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern stellt auch eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Bewohner dar. Die Bildung von Schimmel ist meist eine Folge von zu hoher Luftfeuchtigkeit und mangelnder Belüftung. In dieser Ausarbeitung werden die Ursachen von Schimmelbefall sowie präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelbildung behandelt.

Ursachen von Schimmelbefall

Schimmel entsteht in erster Linie durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Pro Tag kann ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt etwa 12 Liter Wasser in Form von Wasserdampf erzeugen – sei es durch Duschen, Kochen oder die Atmung. Wenn diese feuchte Luft nicht ausreichend abgeführt wird, setzt sich die Feuchtigkeit an kalten Wandflächen oder in schlecht belüfteten Ecken ab und fördert das Wachstum von Schimmel. Besonders in Altbauten ohne ausreichende Dämmung oder in Bereichen mit schlechter Luftzirkulation, wie hinter Möbeln an Außenwänden, kann sich Feuchtigkeit stauen und Schimmel begünstigen.

Darüber hinaus kann unzureichende Belüftung durch undichte Fugen und Fenster dazu führen, dass feuchte Luft nicht richtig abgeführt wird. In modernen Gebäuden, die besser gedämmt und daher dichter sind, ist der natürliche Luftaustausch durch Undichtigkeiten nicht mehr gegeben. Daher ist kontrolliertes Lüften unerlässlich, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Belüftung als präventive Maßnahme

Die richtige Belüftung ist der Schlüssel zur Vermeidung von Schimmel. Ein effektiver Luftaustausch sorgt dafür, dass die verbrauchte, feuchte Luft durch frische Außenluft ersetzt wird. Dabei gibt es verschiedene Lüftungsmethoden, die je nach baulichen Gegebenheiten und Wettereinflüssen unterschiedlich effektiv sind.

  1. Stoßlüftung
    Bei der Stoßlüftung wird das Fenster vollständig geöffnet, sodass ein starker Luftaustausch stattfindet. In den Wintermonaten dauert es zwischen 5 und 10 Minuten, bis die verbrauchte Raumluft durch frische Außenluft ersetzt wird. Im Sommer kann dieser Prozess länger dauern, etwa 25 bis 30 Minuten, je nach Temperatur und Windverhältnissen.
  2. Querlüftung
    Die Querlüftung ist besonders effektiv und energiesparend, da sie durch das Öffnen von Fenstern auf gegenüberliegenden Seiten des Raums eine schnelle und gründliche Belüftung ermöglicht. Auch hier ist es wichtig, die Lüftungsdauer auf wenige Minuten zu begrenzen, um Energieverluste zu vermeiden.
  3. Kipplüftung
    Bei der Kipplüftung bleibt das Fenster in einem gekippten Zustand. Diese Methode ist jedoch wenig effektiv, da es bis zu 60 Minuten dauert, bis die verbrauchte Luft vollständig ausgetauscht ist. Zudem kann die Kipplüftung zu unnötigem Energieverlust und einer Auskühlung der Innenräume führen, was die Bildung von Kondenswasser und Schimmel begünstigen kann. Die Kipplüftung ist daher nur in den warmen, unbeheizten Monaten oder für kurzfristige Belüftungsmaßnahmen zu empfehlen.

Vermeidung von Schimmelbildung durch bauliche Maßnahmen

In Altbauten mit schlechter Dämmung entstehen kalte Wandoberflächen, die eine ideale Grundlage für Schimmel sind. Möbel, die direkt an Außenwänden stehen, verhindern die Luftzirkulation und lassen die Wandoberflächen auskühlen. Um dies zu vermeiden, sollten Möbel nicht direkt an Außenwände gestellt werden. Insbesondere Möbel in Räumen über unbeheizten Bereichen wie Kellern oder Tiefgaragen sollten gut belüftet werden, um eine Feuchtigkeitsansammlung zu verhindern.

Richtige Lüftungstechniken zur Schimmelprävention

Zur richtigen Lüftung gehört nicht nur das Öffnen der Fenster, sondern auch eine regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit. In der Heizperiode sollte die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zwischen 40 und 60 % liegen, um Schimmelbildung vorzubeugen. Ein Thermo-Hygrometer, das für wenig Geld erhältlich ist, hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen und sicherzustellen, dass sie in einem gesunden Bereich bleibt.

Ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 kann dabei helfen, die richtige Lüftungsmethode für eine Wohnung zu bestimmen. Dieses Konzept berücksichtigt bauliche Gegebenheiten, Grundriss und Nutzungsart der Wohnung und stellt sicher, dass der notwendige Luftaustausch erfolgt, um Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden.

Maßnahmen zur Eigensanierung bei Schimmelbefall

Falls Schimmel bereits in der Wohnung aufgetreten ist, sollte dieser schnell und richtig entfernt werden, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Bei der Eigensanierung gilt es, einige Punkte zu beachten:

  • Staub vermeiden: Staub sollte nicht aufgewirbelt werden. Stattdessen sollte man Schimmel mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Schimmel auf glatten Flächen: Auf glatten Oberflächen wie Wänden oder Fliesen sollte der Schimmel mit Haushaltsreinigern entfernt werden.
  • Poröse Oberflächen: Bei porösen Materialien wie Tapeten oder Wänden ist es ratsam, den Schimmel mit Alkohol (70-80 %) oder Seifenlauge zu entfernen.
  • Chemische Mittel vermeiden: Auf den Einsatz von chemischen Spezialmitteln mit Fungiziden oder Chlorverbindungen sollte verzichtet werden, da sie gesundheitsschädlich sein können.
  • Textilien: Textilien sollten entweder professionell gereinigt oder entsorgt werden, da Schimmel oft nicht vollständig entfernt werden kann.

Fazit

Schimmel in der Wohnung kann durch eine Vielzahl von Faktoren entstehen, insbesondere durch hohe Luftfeuchtigkeit und unzureichende Belüftung. Die richtige Lüftung, insbesondere durch Stoß- oder Querlüftung, sowie bauliche Maßnahmen wie eine ausreichende Dämmung und die Vermeidung von Möbeln an kalten Wänden, sind entscheidend, um Schimmelbildung zu verhindern. Zudem ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu überwachen und gegebenenfalls ein Lüftungskonzept zu erstellen. Sollte es bereits zu Schimmelbefall gekommen sein, ist eine fachgerechte Entfernung notwendig, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

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Gebäudeenergiegesetz (GEG): Ein Überblick

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist ein zentrales Element der deutschen Energiepolitik und dient der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Es tritt als Nachfolger des Energieeinspargesetzes (EnEG), des Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) in Kraft und vereint diese Regelungen unter einem Dach.

Das Gebäudeenergiegesetz stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung nachhaltiger Bau- und Sanierungspraktiken dar. Es bietet klare Rahmenbedingungen für Eigentümer, Investoren und Planer, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu reduzieren und gleichzeitig den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Für Immobilienbesitzer ist es wichtig, sich über die Vorgaben des GEG zu informieren, um rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der Energiestandards zu ergreifen.

Wenn Sie Fragen zum Gebäudeenergiegesetz haben oder Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ziele des GEG

Das GEG verfolgt mehrere wichtige Ziele:

  1. Reduzierung des Energieverbrauchs: Durch die Festlegung von energetischen Mindestanforderungen soll der Energiebedarf von Neubauten und Bestandsgebäuden gesenkt werden.
  2. Förderung erneuerbarer Energien: Das Gesetz fordert den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung von Gebäuden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
  3. Klimaschutz: Das GEG unterstützt die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung, indem es dazu beiträgt, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor signifikant zu reduzieren.

Wichtige Regelungen

Das GEG enthält eine Vielzahl von Regelungen, die sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude relevant sind:

  1. Energetische Anforderungen: Neubauten müssen bestimmte energetische Standards erfüllen, die durch den sogenannten „Primärenergiebedarf“ und den „Transmissionswärmeverlust“ definiert sind. Diese Anforderungen sind je nach Gebäudetyp und Nutzung unterschiedlich.
  2. Sanierungsmaßnahmen: Für Bestandsgebäude gibt es Vorgaben zur Durchführung von Sanierungsmaßnahmen. Bei größeren Renovierungen müssen die energetischen Standards des GEG eingehalten werden.
  3. Energieausweis: Der Energieausweis bleibt ein wichtiges Instrument zur Transparenz im Immobilienmarkt. Er zeigt potenziellen Käufern oder Mietern die energetische Qualität eines Gebäudes auf und muss bei Verkauf oder Vermietung vorgelegt werden.
  4. Erneuerbare Energien: Das Gesetz fordert, dass ein bestimmter Anteil der benötigten Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Dies kann durch Solarthermie, Biomasse oder andere nachhaltige Technologien erreicht werden.

Ausnahmen und Übergangsfristen

Das GEG sieht auch Ausnahmen und Übergangsfristen vor. Bestimmte Gebäude, wie denkmalgeschützte Objekte oder Gebäude, die vor einem bestimmten Datum errichtet wurden, können unter bestimmten Bedingungen von den Anforderungen befreit werden. Auch bei umfassenden Sanierungen kann es individuelle Regelungen geben, die den Eigentümern mehr Spielraum bieten.

Was ist ein Energieausweis und wofür brauche ich ihn?

Was ist ein Energieausweis?


Der Energieausweis ist ein wichtiges Dokument, das die energetische Effizienz eines Gebäudes bewertet und es potenziellen Käufern oder Mietern ermöglicht, verschiedene Immobilien miteinander zu vergleichen. Bei der Vermietung oder dem Verkauf einer Immobilie müssen Eigentümer auf Anfrage einen gültigen Energieausweis bereitstellen, es sei denn, es handelt sich um besondere Ausnahmen wie denkmalgeschützte Gebäude oder Objekte, die abgerissen werden sollen.

Bedeutung und Risiken:


Das Fehlen eines gültigen Energieausweises kann für Eigentümer zu erheblichen Bußgeldern von bis zu 15.000 € führen, insbesondere wenn der Nachweis bei Verkauf oder Vermietung nicht erbracht wird.

Arten von Energieausweisen:

  1. Verbrauchsausweis:
    Dieser Ausweis basiert auf den tatsächlichen Energieverbrauchsdaten der letzten drei Jahre. Er zeigt, wie der Energieverbrauch von verschiedenen Faktoren wie dem Nutzungsverhalten der Bewohner und den Witterungsbedingungen beeinflusst wird.
  2. Bedarfsausweis:
    Der Bedarfsausweis bewertet den voraussichtlichen Energiebedarf eines Gebäudes unter standardisierten Bedingungen. Er berücksichtigt die verwendeten Baumaterialien, die Größe des Gebäudes sowie die technische Ausstattung.

Welcher Energieausweis ist erforderlich?


Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen oder vermieten möchten, ist ein Energieausweis unerlässlich. Je nach Baujahr und Art des Gebäudes kann entweder ein Bedarfsausweis oder ein Verbrauchsausweis notwendig sein.

Unsere Unterstützung:


Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen bei der Beschaffung des passenden Energieausweises für Ihre Immobilie zu helfen. Sprechen Sie uns an, um weitere Informationen und Unterstützung zu erhalten!