Bleistift mit Radiergummi liegt auf einem karierten Notizblock mit Spirale. Hinter dem Bleistift ein zusammengeknülltes Papier

Typische Fehler beim Immobilienverkauf vermeiden

Der Verkauf einer Immobilie ist kein einfaches Unterfangen. Schnell eine Anzeige in den Online-Portalen einstellen und auf den schnellen Verkauf hoffen, reicht meist nicht aus. Viele Verkäufer machen Fehler, die den Verkaufsprozess unnötig in die Länge ziehen oder finanzielle Einbußen mit sich bringen. Hier sind die häufigsten Fallstricke und wie Sie diese vermeiden können:

1. Falscher Angebotspreis

Viele Verkäufer glauben, dass sie mit einer Online-Bewertung den Wert ihrer Immobilie genau einschätzen können und verzichten auf eine professionelle Bewertung vor Ort. Zudem schlagen einige Verkäufer vorsorglich noch einige tausend Euro auf den Preis, um Verhandlungsspielraum zu haben. Das Problem: Ein überhöhter Preis schreckt potenzielle Käufer ab. Gerade in einem Markt, in dem die Nachfrage hoch ist und Käufer die Immobilienangebote sehr genau vergleichen, kann ein zu hoher Preis den Verkaufsprozess deutlich verlängern.

Eine zu lange Marktpräsenz kann zudem den Eindruck vermitteln, dass mit der Immobilie etwas nicht stimmt. Dadurch wird es häufig nötig, den Preis im Verlauf der Vermarktung mehrfach zu senken – oft mit dem Ergebnis, dass die Immobilie letztendlich zu einem niedrigeren Preis verkauft werden muss als ursprünglich gewünscht. Eine realistische Preiseinschätzung durch einen Immobilienprofi ist daher essenziell.

2. Fehlende oder unvollständige Unterlagen

Unvollständige Unterlagen sind ein häufiger Stolperstein beim Immobilienverkauf. Viele Verkäufer wissen nicht genau, welche Dokumente benötigt werden und welche rechtlichen Konsequenzen das Fehlen bestimmter Unterlagen haben kann. Ein Beispiel ist der Energieausweis, der spätestens bei der Besichtigung vorliegen muss. Fehlt dieser, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Auch Wohnflächenberechnungen sind häufig unvollständig oder nach veralteten Berechnungsstandards erstellt. Vor Inkrafttreten der Wohnflächenverordnung (WoFlV) 2004 wurde die Wohnfläche oft nach der 1983 außer Kraft gesetzten DIN Norm 283 berechnet. Fehlerhafte oder veraltete Berechnungen können zu Problemen und Strafen führen, wenn sie nicht korrekt dokumentiert sind. Hier ist es sinnvoll, einen Immobilienexperten hinzuzuziehen, der sicherstellt, dass alle relevanten Unterlagen den rechtlichen Vorgaben entsprechen.

3. Besichtigungstouristen statt ernsthafte Interessenten

Besichtigungen sind oft sehr zeitintensiv, insbesondere wenn es sich bei den Interessenten um sogenannte „Besichtigungstouristen“ handelt – Personen, die sich die Immobilie ansehen möchten, ohne ernsthaftes Kaufinteresse zu haben. Viele Immobilienverkäufer sind sich unsicher, wie sie diese Interessenten im Vorfeld aussortieren können. Dadurch entsteht ein hoher Aufwand und der Verkaufsprozess kann sich in die Länge ziehen.

Virtuelle 360-Grad-Besichtigungen bieten eine effektive Möglichkeit, das Interesse potenzieller Käufer vorab zu testen. Wer sich ernsthaft für die Immobilie interessiert, ist in der Regel bereit, seine Kontaktdaten zu hinterlassen, um eine virtuelle Tour zu starten oder das Exposé anzufordern. Ein erfahrener Makler kann mit den richtigen Tools und Erfahrungen helfen, echte Interessenten von den „Touristen“ zu trennen und so den Verkaufsprozess effizienter zu gestalten.

4. Fehlende Unterstützung bei der Vermarktung

Nicht jeder Immobilienverkäufer hat die nötige Zeit oder das Wissen, um den Verkaufsprozess professionell zu organisieren und zu überwachen. Die richtige Vermarktungsstrategie, eine gezielte Ansprache der Zielgruppe und eine hochwertige Präsentation der Immobilie sind entscheidend, um den Verkauf erfolgreich und zügig abzuschließen. Ein Immobilienprofi kennt die typischen Fallstricke und kann helfen, alle wichtigen Punkte zu berücksichtigen.

Unser Tipp: Wenn Sie unsicher sind oder Unterstützung bei der Vermarktung Ihrer Immobilie benötigen, kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern und begleiten Sie durch den gesamten Verkaufsprozess – von der Bewertung über die Unterlagenbeschaffung bis hin zur Auswahl qualifizierter Kaufinteressenten.

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